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< 8. Magdeburger Vereinsforum
16.01.2018 11:39 Alter: 155 Tage

Filmclub im Juni: Transit Havanna


Bildquelle: pixabay.com

Der besondere Dokumentarfilm steht in der Filmreihe „Die Welt im Film“ im Mittelpunkt des Frühjahrssemesters. Dabei führen die sechs ausgewählten Filme in verschiedene Länder der Erde und beschäftigen sich mit Kultur- und Alltagsleben. Zu den Filmen werden die Filmemacher als Gesprächsgäste erwartet.

Am 11. Juni, 20 Uhr, lädt der Filmclub Magdeburg zum Abschluss der Reihe „Mit dem Dokumentarfilm um die Welt“ in das Studiokino ein. Zu Gast ist dann der niederländische Filmemacher Daniel Abma mit seinem Debütfilm „Transit Havanna“ aus dem Jahre 2016.

Der Film erzählt die Geschichten von Malú, Odette und Juani, die im für sie im richtigen und besten Land der Welt Zuhause sind. Sie leben in Kuba. Im richtigen Körper leben sie nicht. Als Transsexuelle kämpfen sie unterschiedlich lange schon für ein gleichberechtigtes Leben, um eine Revolution in der Revolution. Ihre Rechte vertritt heute im politischen Kampf in Kuba CENESEX – der Organisation für das selbstbestimmte Leben transsexueller Kubaner. Dennoch sind sie mit ihrem persönlichen Schicksal, in Familie und Beruf noch nicht immer angekommen. Am Feiertag zu Ehren der siegreichen kubanischen Revolution gehen unter der Regenbogenfahne junge Leute mit auf die Straße zum Singen und Feiern. Angeführt werden sie von Mariela Castro, Fidels Nichte. Sie hat die Transsexuellen zu den neuen Helden des kubanischen Alltags erhoben. Ein Alltag, den Daniel Abma  mit der Kamera einfängt. Die Bilder sind teilweise berauschend, berauschend schön. Sie fangen die Liebe zu Kuba ebenso ein, wie die Auswirkungen eines Sozialismus, der auf Armut beruht. Prestigebauten in Havanna wechseln mit Bildern aus Elendsvierteln. Abma nimmt sich viel Zeit, um seine Protagonisten zu begleiten. Es gelingt ihm, beeindruckend ein ganz persönliches Thema sehr universell zu erzählen und Intimes in öffentliche Zusammenhänge zu bringen. 

Der Film gewann 2016 den Wettbewerb der Filmkunsttage Sachsen-Anhalt und erhielt als bester Langfilm den Preis der Landeshauptstadt Magdeburg. Grimme-Preisträger Daniel Abma möchte mit seinem Film Magdeburger Filmfreunde und Freunde Lateinamerikas zu einem unterhaltsamen Filmabend zusammenbringen.

Die Dokumentarfilmreihe, die Filmemacher zu Gesprächen nach Magdeburg führte, wurde gefördert vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung.

Der Filmclub ist offen für alle Filminteressierten.

Karten und Vorbestellungen sind direkt im Studiokino unter Telefon 28899963 möglich.
Informationen zum Filmclub gibt es in der Volkshochschule bei Heike Heinrich, Telefon 53547718.