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Programm / Programm / Rund um Magdeburg / 1700 Jahre Jüdisches Leben in Deutschland - Vorträge und Führungen

Programmbereich Gesundheitsbildung

Programmbereichsleiterin:

Heike Heinrich
Tel.: 0391 535477-18
E-Mail: heike.heinrich@vhs.magdeburg.de

 

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1700 Jahre Jüdisches Leben in Deutschland



In diesem Jahr feiern wir 1700 Jahre Jüdisches Leben in Deutschland. Historisch betrachtet geht das Datum auf die erste verbriefte jüdische Gemeinde auf deutschem Boden in Köln zurück.
In unserer Veranstaltungsreihe möchten wir Ihnen vielfältige Einblicke in die lange und wechselvolle Geschichte der Jüdinnen und Juden in Magdeburg geben.

Anmeldung möglich Was bedeutet es heute, jüdisch zu sein? - Livestream - (I1400)

Mi. 24.11.2021 19:00 - 20:30 Uhr
Dozentin: Dozententeam

Die jüdische Gemeinschaft begeht 2021 ein besonderes Jubiläum: In diesem Jahr leben Jüdinnen und Juden nachweislich seit 1.700 Jahren auf dem Gebiet des heutigen Deutschlands. Im Rahmen des Festjahres wurde das lebendige, vielfältige jüdische Leben in Deutschland gefeiert und sein Beitrag zur Kultur präsentiert.

Wir ziehen Bilanz und blicken nach vorn: Was bedeutet es heute, jüdisch zu sein? Wieso bleibt die Lebenswirklichkeit von Jüdinnen und Juden in Deutschland abseits von Holocaustgedenken im öffentlichen Diskurs oftmals auf der Strecke? Welche Möglichkeiten gibt es, dem wachsenden Antisemitismus zu begegnen? Hat das Festjahr dazu beigetragen, jüdisches Leben in Deutschland dauerhaft sichtbarer zu machen?

Mit unseren Gästen aus Gesellschaft, Kultur und Wissenschaft kommen wir zu diesen Fragen ins Gespräch und blicken auf das Jubiläumsjahr zurück. Seien Sie dabei und bringen Sie Ihre Fragen in die Diskussion ein.

Die Veranstaltung ist Teil der Reihe "Smart Democracy" und wird live aus der vhs Köln übertragen.

Anmeldung möglich Zur jüdischen Geschichte Magdeburgs im 19. und 20. Jahrhundert (I64018)

Do. 23.09.2021 18:00 - 19:30 Uhr
Dozent: Guido Skirlo

Jüdinnen und Juden war es nach der Vertreibung am Ausgang des Mittelalters erst wieder ab 1807 gestattet, sich dauerhaft in der Stadt Magdeburg niederzulassen. Bis in die 20er Jahre des 20. Jahrhunderts wuchs die Zahl der jüdischen Bevölkerung in Magdeburg beständig, blieb aber im Anteil an der gesamten Stadtbevölkerung stets unter einem Prozent. Trotzdem prägten sie das wirtschaftliche, kulturelle und gesellschaftliche Leben der Stadt mit.
Der Historiker Guido Skirlo wird in seinem Vortrag die Geschichte der Magdeburger Juden von der Wiederansiedlung in der Stadt in der napoleonischen Zeit bis zur Verfolgung und fast völligen Vernichtung durch die Nationalsozialisten beleuchten. Eingegangen wird hierbei auf die Entwicklung im 19. Jahrhundert, auf die Auswirkungen des wachsenden Antisemitismus, die Verbundenheit mit der Heimatstadt und die Verfolgung in der NS-Zeit.

Anmeldung möglich Führung zu Orten der jüdischen Geschichte in Magdeburg (I64019)

Do. 07.10.2021 16:00 - 17:30 Uhr
Dozent: Guido Skirlo

Die Geschichte Magdeburgs im 19. und 20. Jahrhundert ist eng mit der Geschichte der Magdeburger Jüdinnen und Juden verknüpft. Obwohl zahlenmäßig eine kleine Gruppe, prägten sie das Stadtgeschehen und Stadtbild Magdeburgs mit und waren fester Bestandteil des städtischen Lebens.
Wenig erinnert heute daran. Ziel der Nationalsozialisten war es, nicht nur das jüdische Leben, sondern auch die Erinnerung daran zu vernichten. Hinzu kommen die Zerstörungen im Zweiten Weltkrieg.
Es gibt aber noch zahlreiche Orte in der Innenstadt, die an vergangenes jüdisches Leben und an die Verfolgung während der NS-Zeit erinnern. Während dieser Führung mit dem Historiker Guido Skirlo wird auf diese heute meist unscheinbaren Orte aufmerksam gemacht.

Anmeldung möglich Der Jüdische Friedhof in Magdeburg (I64020)

Mi. 13.10.2021 16:00 - 18:15 Uhr
Dozentin: Regina Rehländer

An der Geschichte des Jüdischen Friedhofes lässt sich das Schicksal der Magdeburger Jüdischen Gemeinde anschaulich nachvollziehen. Nachdem der erste Friedhof, der sich in Elbnähe in Buckau befand, bereits im Jahr 1493 zerstört wurde, konnte der jetzige Friedhof im Stadtteil Sudenburg im Jahr 1816 eingeweiht werden. In den Folgejahren beständig erweitert, zählte er im Jahr 1938 über 2000 Grabstellen. Während des 2. Weltkrieges wurde der Jüdische Friedhof teilweise zerstört und in den folgenden Jahren schrittweise wiederhergerichtet. Bei einem Rundgang mit Regina Rehländer über den Friedhof erfahren die Besucher Wissenswertes über jüdische Bräuche und die unter Denkmalschutz stehende Friedhofsanlage.
Eine vorherige Anmeldung ist unbedingt erforderlich, da die Teilnehmerzahl begrenzt ist.

Anmeldung möglich Jüdisches Leben in Magdeburg heute - Besuch der Synagogengemeinde (I64021)

Mi. 20.10.2021 16:00 - 17:30 Uhr
Dozent: Wadim Laiter

An diesem Nachmittag erhalten Sie am Standort der Synagogengemeinde einen direkten Einblick in das jüdische Leben in Magdeburg. Der Vorstandsvorsitzende der Synagogengemeinde zu Magdeburg, Wadim Laiter, wird Ihnen eine Einführung in das Judentum geben, die Räumlichkeiten vorstellen und Fragen zur Religion, zum jüdischen Leben heute oder auch zum Bauprojekt der neuen Synagoge beantworten.
Eine vorherige Anmeldung ist notwendig, da die Zahl der Teilnehmenden begrenzt ist. Männliche Besucher werden gebeten, eine Kopfbedeckung zu tragen.