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Programmbereich Rund um Magdeburg

Programmbereichsleiterin:

Dörte Neßler
Telefon: 0391 535477-15
E-Mail: doerte.nessler@vhs.magdeburg.de

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Vorträge

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Siegfried K. Lorenz hat zu bedeutenden Persönlichkeiten der Vergangenheit recherchiert, die in Magdeburg geboren sind und stellt einige von ihnen an diesem Nachmittag vor.

Anmeldung möglich Erzählcafé Altstadt: Die Volkshochschule und die Frauen (H64000C)

Do. 29.04.2021 15:00 - 16:30 Uhr
Dozentin: Heike Heinrich

Frauen mussten sich ab 1919, mit Gründung vieler Volkshochschulen, den Platz im Bildungsbereich nicht erkämpfen. Sie waren bereits präsent. In Bildungs-, Kunst- und Kulturvereinen, in den Volksschulen und Kindergärten und im gesamten sozialen Bereich der Gesellschaft, waren sie nicht nur dienende, sondern auch vermittelnde Kräfte. Die Einrichtungen der Volkshochschulen boten ihnen nun die Möglichkeit, sich in bildungspolitische und unterrichtsgestaltende Felder einzubringen und damit eine echte Form der "Teilhabe". Im reich bebilderten Vortrag werden Frauenpersönlichkeiten vorgestellt, die in Magdeburg an der Volkshochschule gewirkt haben. Es wird ein Blick in das Programm der 1925 gegründeten Frauenvolkshochschule geworfen sowie auf Aspekte der Frauenbildung und Emanzipation in der DDR anhand der Volkshochschulangebote eingegangen. Wie immer im Erzählcafé kann in den eigenen und familiären Erinnerungen gekramt werden.

Anmeldung möglich Erzählcafé Altstadt: Das Kloster St. Augustini - die Wallonerkirche (H64000D)

Do. 27.05.2021 15:00 - 16:30 Uhr
Dozent: Hans Seehase

Nördlich der Johanniskirche und unweit der Kirche St. Petri ist der kleine achteckige Turm des Augustinerklosters unweit der Elbe nicht zu übersehen. Was es mit dem Gelände an der Neustädter Straße auf sich hat, das seit der Reformation 1524 einige Umnutzungen erlebte , soll an diesem Erzählcafénachmittag erkundet werden.

Anmeldung möglich Erzählcafé Altstadt: Das Tagebuch der Augustastraße 3 (H64000E)

Do. 24.06.2021 15:00 - 16:30 Uhr
Dozentin: Nadja Gröschner

Nadja Gröschner wird an diesem Nachmittag eine besondere Geschichte aus einer der prachtvollsten Straßen Magdeburgs, der Hegelstraße, erzählen.
Sie berichtet aus dem Tagebuch einer Bewohnerin der ehemaligen Augustastraße 3.

Am 28. April 1919 nahm in Magdeburg das erste Bildungsinstitut für Erwachsene mit dem Namen Magdeburger Volkshochschule unter großer öffentlicher Anteilnahme, mit Debatten in der Presse, von viel Prominenz gefördert und engagierten Männern und Frauen der Stadt vorangetrieben, seine Arbeit auf. Von Beginn an lernten und lehrten Frauen und Männer gleichberechtigt und gemeinsam in den Einrichtungen der Erwachsenenbildung. Volkshochschulen boten Frauen vielfältige Möglichkeiten, sich einerseits beruflich zu entwickeln und andererseits ihr Wissen weiter zu geben. Mit der Aufhebung des Dreiklassenwahlrechts konnten Frauen ab 1919 wählen gehen und sich selbst für ein politisches Amt wählen lassen. Sie nahmen Verantwortung in Bildungs- und Sozialpolitik wahr. Die Kulturwissenschaftlerin Heike Heinrich zeigt die Anfänge und die herausgehobenen Leistungen von Frauen im Bereich der Erwachsenenbildung unter gewachsenen politischen Chancen auf und stellt Magdeburgerinnen vor, die in besonderer Weise die Entwicklung an Volkshochschulen ausgestaltet haben. Exkurse zu den Frauen an Volkshochschulen anderer Städte, am Bauhaus und in der Politik der 1920-er Jahre vervollständigen das Bild dieser Aufbruchszeit.

Anmeldung möglich Der heilige Mauritius - Ein Ritter gewinnt an Gestalt (H64007)

Sa. 27.03.2021 15:00 - 16:30 Uhr
Dozentin: Ulrike Theisen

Wer ist er, dieser Schutzpatron von Dom und Erzbistum, woher kommt er und wie gelangte er nach Magdeburg? Mehrfach ist der heilige Mauritius im Dom dargestellt, doch besonders die Skulptur des sogenannten Naumburger Meisters aus dem 13. Jahrhundert ist seit langem Gegenstand der Forschung. Denn sowohl die Farbfassung als auch die realistische Darstellung sind für seine Entstehungszeit außergewöhnlich. Da das Original nur als Torso und mit späteren Übermalungen erhalten ist, haben wir zusammen mit dem Team der Steinrestauratoren um Thomas Groll das Experiment gewagt, ausgehend von einem 3-D-Druck des Originals, die gesamte Figur und die ursprüngliche Farbfassung zu rekonstruieren.

Anmeldung möglich Die erzbischöflichen Gräber im Magdeburger Dom (H64008)

Sa. 17.04.2021 15:00 - 16:30 Uhr
Dozentin: Ulrike Theisen

Bei einem Rundgang durch den Magdeburger Dom stößt der Besucher auf die exklusive Grabkapelle von Erzbischof Ernst von Sachsen und prachtvolle Grabplatten mit figürlichen Darstellungen der Erzbischöfe Wichmann von Seeburg, Franz von Wettin und Otto von Hessen. Zwei dieser bischöflichen Gräber konnten durch die Domgrabungen von 2007 bis 2009 lokalisiert werden. Nach jahrelanger Restaurierung werden die Grabbeigaben von Wichmann von Seeburg und Otto von Hessen nun im Dommuseum Ottonianum präsentiert. Der Vortrag befasst zum einen mit den Beigaben und ihrer zum Teil außergewöhnlichen Qualität und zum anderen mit dem Zustand der Gräber bei Auffindung und dem Verhältnis zwischen dem Grabbefund und der figürlichen Darstellung auf den Grabplatten.

Anmeldung möglich Die Magdeburger Forts, einst und heute (H64009)

Mi. 26.05.2021 18:00 - 19:30 Uhr
Dozent: Bernhard Mai

Die 1866 angelegten und bis 1873 ausgebauten Forts einschließlich der um 1890 geschaffenen Zwischenwerke umschlossen Magdeburg und ließen Magdeburg zu einer Fortgürtelfestung werden. In seinem Vortrag erläutert Dr. Bernhard Mai den Aufbau und die Aufgaben der Forts und geht auf das sie einst verbindende Chausseenetz ein. Die bei ihrer Aufhebung außerhalb der geschlossenen Bebauung Magdeburg liegenden Wehranlagen wurden nach 1900 überwiegend von der Stadt Magdeburg erworben. Sie spielten in der Stadtplanung der 1920er Jahr eine wichtige Rolle, auch wenn sie letztendlich in dieser Zeit nur in begrenztem Umfang für soziale und kulturelle Nutzung umgesetzt werden konnten: Erholungsstätten, Sportanlagen, schulische Einrichtungen u.a.m.

Anmeldung möglich Der Altstädter Breite Weg - eine Spurensuche (H64010)

Di. 25.05.2021 18:00 - 19:30 Uhr
Dozent: Siegfried K. Lorenz

Oft ist zu hören: Der Breite Weg war bis 1945 so schön! Doch der zweite Weltkrieg hat die Straße unwiederbringlich zerstört. Schon lange vorher aber, etwa ab 1860, sind viele Bauten der Magdeburger Hauptstraße um- oder neugebaut worden und viele Kleinode vergangener Baukunst damit verschwunden. Die sogenannte Moderne forderte schon früh ihren Tribut.
Doch einiges hat bis heute überlebt, versteckt und kaum bemerkt - oft nur kleine Steine, vermeintlich unscheinbar, dann aber wieder ganze Bauteile, erhaben und schön. Wo sind sie geblieben und noch heute zu bestaunen oder wo kann man sie zumindest ansehen?
Wir gehen mit Siegfried K. Lorenz auf Spurensuche, er hat interessante Artefakte zum Breiten Weg ausfindig machen können. Nicht nur in Magdeburg!

Anmeldung möglich Zur jüdischen Geschichte Magdeburgs im 19. und 20. Jahrhundert (H64020)

Do. 22.04.2021 18:00 - 19:30 Uhr
Dozent: Guido Skirlo

Jüdinnen und Juden war es nach der Vertreibung am Ausgang des Mittelalters erst wieder ab 1807 gestattet, sich dauerhaft in der Stadt Magdeburg niederzulassen. Bis in die 20er Jahre des 20. Jahrhunderts wuchs die Zahl der jüdischen Bevölkerung in Magdeburg beständig, blieb aber im Anteil an der gesamten Stadtbevölkerung stets unter einem Prozent. Trotzdem prägten sie das wirtschaftliche, kulturelle und gesellschaftliche Leben der Stadt mit.
Der Historiker Guido Skirlo wird in seinem Vortrag die Geschichte der Magdeburger Juden von der Wiederansiedlung in der Stadt in der napoleonischen Zeit bis zur Verfolgung und fast völligen Vernichtung durch die Nationalsozialisten beleuchten. Eingegangen wird hierbei auf die Entwicklung im 19. Jahrhundert, auf die Auswirkungen des wachsenden Antisemitismus, die Verbundenheit mit der Heimatstadt und die Verfolgung in der NS-Zeit.



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