Zur Durchführung der nationalsozialistischen Zwangssterilisation auf dem Gebiet der preußischen Provinz Sachsen unter besonderer Berücksichtigung der regionalen Überlieferung (1933 – 1945)
Mit der Machtübernahme am 30. Januar 1933 initialisierten die Nationalsozialisten eine Rassen- und Bevölkerungspolitik, die eine Kontrolle, Überprüfung und Selektion der deutschen „Volksgemeinschaft“ vorsah. Das Ziel dieser rassen- und bevölkerungspolitischen Maßnahmen bestand insbesondere darin, diejenigen Personen zu erfassen, die in den Augen der Nationalsozialistischen als „minderwertig“ sowie „lebensunwert“ galten und infolgedessen aus der Volksgemeinschaft ausgeschlossen werden müssten.
Die nationalsozialistische Zwangssterilisation stellte seit 1934 eine zentrale Maßnahme dar, um Menschen, die im Sinne des „Gesetzes zur Verhütung erbkranken Nachwuchses“ als erbkrank galten, von der Fortpflanzung auszuschließen. Es ist davon auszugehen, dass über 300.000 Personen bis zum Ende des Nationalsozialismus zwangssterilisiert wurden.
Der Vortrag widmet sich der regionalen Sterilisationspraxis auf dem Gebiet der preußischen Provinz Sachsen, die weite Teile des heutigen Bundeslandes Sachsen-Anhalt umfasste. Anhand der hiesigen Überlieferung wird auf der Grundlage von Organisationsstrukturen, beteiligten Personen sowie den männlichen und weiblichen Opfern die praktische Durchführung der nationalsozialistischen Zwangssterilisation diskutiert.
Status: Plätze frei
Kursnr.: S64007
Beginn: Mi., 25.02.2026, 17:00 - 18:30 Uhr
Dauer: 1 Termin
Unterrichtsstunden: 2
Kursort: Landesarchiv Sachsen-Anhalt, Brückstr. 2
Gebühr: entgeltfrei
Brückstr. 2
39114 Magdeburg
| Datum | Uhrzeit | Ort |
|---|---|---|
|
Datum:
25.02.2026
|
Uhrzeit:
17:00 - 18:30 Uhr
|
Wo:
Brückstr. 2,
Landesarchiv Sachsen-Anhalt, Brückstr. 2
|
Zu diesem Kurs sind keine Informationen über Dozenten verfügbar.
